Windprojekt-Finanzierung 2026: „Regulatorische Unsicherheit ist Gift für Investoren“

Welche Themen werden 2026 Ihrer Meinung nach die Diskussionen um die Finanzierung von Windprojekten prägen?
Jörg-Uwe Fischer: Das sind neben den stark gesunkenen Zuschlagspreisen die EEG-Novelle sowie das Netzpaket. Die Diskussion wird sich weit über das Jahr ziehen und die bekannt gewordenen ersten Entwürfe versprechen spannende und intensive Diskussionen.
Richtig, vergangene Woche wurde ein Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 geleakt. Welche Änderungen in der Finanzierung von Windprojekten sind durch die EEG-Novelle zu erwarten?
Fischer: Zu befürchten ist aktuell, dass mit der EEG-Novelle die Risken für die Betreiber neuer Windparks steigen, insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Projekte weiter belastet wird. Größere Risken ziehen in der Regel höhere Kalkulationspuffer und erhöhte Eigenkapitalanforderungen nach sich. Zumindest sind diese Änderungen für die meisten Investoren und Projektierer noch kalkulierbar. Schlimmer wäre eine generelle Zurückhaltung bei der Finanzierung, die immer dann zu erwarten ist, wenn die Risiken finanziell nicht hinreichend klar kalkulierbar sind.
Was schreckt Investoren und Banken aktuell mehr ab: fehlende Netzanschlusskapazitäten oder regulatorische Unsicherheit durch die ausstehenden Novellen?
Fischer: Regulatorische Unsicherheiten sind immer „Gift“ für Investoren und Banken. Gerade langfristige Projekte wie Windparks brauchen zwingend verlässliche und kalkulierbare Rahmenbedingungen. Die fehlenden Netzanschlüsse verzögern neue Projekte und bremsen so den Zubau der Erneuerbaren aus. Das ist sehr ärgerlich.
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