articles.show.publishedAt 04.03.2026 16:13
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Wirtschaft, Finanzierung & Vermarktung

„PPAs in Deutschland sind mittlerweile komplett etabliert“

Im Gespräch mit dem Fachportal neue energie erklären die Statkraft-Experten Patrick Koch und Klaas Bauermann, wie sie den deutschen PPA-Markt einschätzen – und wie Batteriespeicher diesen Markt verändern können.
Statkraft-Experten: Klaas Bauermann (links) und Patrick Koch im Gespräch.
components.creditLine.prefix Statkraft

neue energie: Wie revolutionär sind Power Purchase Agreements (PPAs) für den deutschen Markt?

Patrick Koch: Aus unserer Sicht sind PPAs in Deutschland mittlerweile komplett etabliert. Wir haben den ersten PPA bereits vor mehr als acht Jahren abgeschlossen, damals mit ausgeförderten Windkraftanlagen. Der Betreiber brauchte weiterhin Planungssicherheit und suchte dafür einen Partner. Seitdem haben wir dieses Geschäft sukzessive weiterentwickelt und sind jetzt bei einem stabilen Volumen angekommen: Wir liefern rund sechs Terawattstunden pro Jahr an die deutsche Industrie. Die Verträge laufen teilweise bis weit in die 30er-Jahre hinein.

ne: Wie wird sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln?

Koch: Der PPA-Markt wird definitiv wachsen, denn der Ausbau der Erneuerbaren schreitet voran. Für dieses Plus an volatilem Strom können PPAs ein Absicherungsinstrument sein, auch als zusätzliches Instrument zum EEG. Es wird zudem mehr ausgeförderte Anlagen geben, die nach 20 Jahren aus dem EEG herausfallen. All diese Windkraftanlagen brauchen marktliche Lösungen. Bei Photovoltaik wird die Situation dagegen herausfordernder, weil die Preise extrem schwanken. (...)

ne: Können Batteriespeicher diesen Markt verändern?

Klaas Bauermann: Flexibilitäten sind der entscheidende Baustein, um den Ausbau der Erneuerbaren weiter zu beschleunigen. Wind und Sonne sind volatil, und zwar in beide Richtungen. Eine Dunkelflaute, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, ist für Industriekunden ebenso problematisch wie die sogenannte Hellbrise, also ein Überangebot an Strom. Selbst die Kombination aus Wind- und Solarkraft kann das nicht komplett ausgleichen.

Lesen Sie das gesamte Interview kostenlos auf „Der PPA-Markt wird definitiv wachsen“ – neue energie.

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