Nachhaltige Rotorblätter: Können Flachs und Bambus das Recyclingproblem lösen?

Rotorblätter von Windkraftanlagen stellen am Ende ihres Lebenszyklus die Hersteller vor ein enormes Entsorgungsproblem. Gefertigt aus glas- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen, widerstehen sie jahrzehntelang extremen mechanischen Lasten, UV-Strahlung und schlechter Witterung. Aufgrund dieser speziellen Materialkombination können sie allerdings kaum recycelt werden. Allein in Deutschland fallen bereits heute jährlich bis zu 75.000 Tonnen Abfall aus Rotorblättern an.
„Die Art und Weise des Recyclings oder der Entsorgung ist teils ungeklärt und noch Gegenstand aktueller Forschung“,
sagt Sten Böhme von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel. Das Problem sei derzeit ungelöst.
Was mit ausgedienten Rotorblättern geschieht, ist je nach Land unterschiedlich geregelt: Außerhalb Europas werden sie meist geschreddert und deponiert – also schlicht vergraben oder eingelagert. In Deutschland ist das seit 2009 strikt verboten. Sie zu verbrennen, ist freilich ebenfalls schwierig: Die Kunststoffe lassen sich zwar energetisch nutzen, doch Glas- und insbesondere Kohlefaserrückstände sind gesundheitsschädlich und beschädigen Filteranlagen. Ansätze des Komplettrecyclings – also der Trennung von Faser und Matrix – existieren zwar, sind aber technisch aufwendig und rechnen sich bislang nicht. Vor diesem Hintergrund wirkt die Idee, an der ein Forschungsteam der HAW Kiel rund um Böhme zusammen mit einem Jachtbau-Unternehmen arbeitet, wie eine notwendige Innovation: die Entwicklung von Rotorblättern aus nachwachsenden Naturfasern.
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