veröffentlicht am 02.04.2026 10:51
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Fachartikel
Betriebsführung, Politik, Wirtschaft

Deutschlands größte Wasserstofffabrik entsteht in Ostfriesland

EWE baut bei Emden die größte Wasserstofffabrik in Deutschland. Die Anlage soll zeigen, dass grüner Wasserstoff im industriellen Maßstab funktioniert. Doch ohne klare politische Rahmenbedingungen könnte der Markthochlauf weiterhin ins Stocken geraten, berichtet Frank Lassak für neue energie.
Weiße Rohrleitung für Wasserstoff mit Windrädern im Hintergrund.
© AdobeStock

Nördlich von Emden wird gerade ein Stück Zukunft gebaut. Fünf Jahre ist es her, dass sich der Energiekonzern EWE mit dem Projekt Clean Hydrogen Coastline (CHC) für eine Förderung beim IPCEI-Programm (Important Project of Common European Interest) beworben hatte. Mitte 2024 kam grünes Licht, und vor wenigen Wochen rückte schweres Baugerät in Ostfriesland an, um dort Deutschlands größte Wasserstofffabrik zu errichten. Ende 2027 soll sie in Betrieb gehen.

„Mit dem CHC-Projekt setzen wir ein wichtiges Signal für den Markthochlauf“,

sagt EWE-Vorstandschef Stefan Dohler, „damit grüner Wasserstoff eine tragende Rolle für den Klimaschutz und den Industriestandort Deutschland übernehmen kann.“ Der Bund und die Länder Niedersachsen und Bremen lassen dafür zusammen 500 Millionen Euro springen, das gesamte Investitionsvolumen beträgt laut EWE 800 Millionen Euro.

Herzstück des Projekts ist ein bei Siemens Energy beauftragter 320-Megawatt-Elektrolyseur, der pro Jahr bis zu 26.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren soll – ausschließlich mit Windstrom. Zu CHC gehört zudem ein 50-MW-Elektrolyseur in Bremen, der Grüngas für die Stahlbranche liefern soll, ferner ein Kavernenspeicher in der Wesermarsch, der Wasserstoff mit einer Energieleistung von 70 Gigawattstunden ans Kernnetz und ans European Hydrogen Backbone angeschlossen wird.

Lesen Sie den gesamten Beitrag frei verfügbar unter „Deutschlands Wasserstoffhoffnung entsteht in Ostfriesland“ – neue energie“

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