veröffentlicht am 27.03.2026 10:57
Lesedauer 1 Min.
Interviews
Politik, Wissenschaft & Forschung, Technologien, Projektplanung, Grundlagen

Bauen, Böden, Balance: Wege aus der Klimakrise

Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber spricht im Interview mit neue energie über die Folgen des drohenden Overshoots – und wie wir die Atmosphäre wieder entlasten können.

neue energie: Herr Schellnhuber, die US-Regierung unter Donald Trump hat angekündigt, aus der Weltklimakonvention auszusteigen. Zudem will das Land die Verbindungen zum Weltklimarat IPCC kappen, ebenso zum Weltbiodiversitätsrat IPBES. Und im eigenen Land werden gerade alle Klimaschutzmaßnahmen eingestellt. Schockiert Sie das?

Hans Joachim Schellnhuber: Es ist ein tiefer Einschnitt. Die USA ziehen sich komplett aus der internationalen Zusammenarbeit zum Klimaschutz zurück. Sie sind das einzige Land, das aus der Klimarahmenkonvention austritt, die auf dem Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992 erarbeitet wurde und der 197 Staaten angehören. Das bedeutet: Die globale Herausforderung, die menschengemachte Erderwärmung zu stoppen, muss jetzt ohne die reichste und mächtigste Nation der Welt bewältigt werden. Das ist eine extrem schlechte Nachricht – gerade jetzt, da sich die Problematik des Klimawandels zuspitzt, wie unzählige Daten belegen. Das ist, als würde man mit dem Auto auf eine Wand zurasen und dabei das Gaspedal weiter durchdrücken.

neue energie: Haben Sie damals, als das Pariser Abkommen geschlossen wurde, eine solche Entwicklung für möglich gehalten?

Schellnhuber: Damals nicht. Aber bereits kurz danach, als Trump Ende 2016 zum ersten Mal gewählt wurde. Da war eigentlich klar, dass er eine Agenda verfolgt, die uns in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg oder sogar ins 19. Jahrhundert zurückführen soll, als die Großmächte die Erde unter sich aufgeteilt hatten und es um industrielle Ausbeutung von Ressourcen ging.

Lesen Sie das gesamte Interview frei verfügbar unter „Bauen, Böden, Balance: Wege aus der Klimakrise - neue energie

Credits

Hans Joachim Schellnhuber ist Generaldirektor des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (International Institute for Applied System Analysis, IIASA) in Laxenburg bei Wien. Der Klimaforscher war bis 2018 Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), das er auch gegründet hat. Schellnhuber ist Mitherausgeber mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und war 28 Jahre Mitglied und zeitweise Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU). Er ist für seine Arbeiten zu den Kippelementen des Klimas bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren