veröffentlicht am 16.04.2026 09:48
Lesedauer 2 Min.
Fachartikel
Wissenschaft & Forschung, Wirtschaft

Goldener Wasserstoff: Die verborgene Energiequelle

Tief in der Erdkruste könnten gewaltige Mengen natürlichen Wasserstoffs lagern. Aktuelle Forschungen wecken Hoffnung auf eine saubere, günstige Energiequelle. Wo genau die Vorräte liegen und ob sich eine Förderung lohnt, ist jedoch noch unklar, berichtet Frank Lassak für das Wirtschaftsmagazin neue energie.
Atome, die goldenen Wasserstoff darstellen
© Pixabay/Gerd Altmann

Fossilfrei hergestellter Wasserstoff gilt als einer der wesentlichen Bausteine der Energiewende. Doch das Grüngas ist rar und teuer. Kein Wunder, dass Forschende und Bergbaukonzerne keine Mühen scheuen, um natürlich vorkommenden – womöglich günstiger zu fördernden – Wasserstoff in der Erdkruste zu finden. Knapp 20 Jahre nach einem zufällig entdeckten Wasserstoffvorkommen im Dorf Bourakébougou in Mali hat ein regelrechter Run eingesetzt. Denn aktuelle Studien haben ergeben, dass die Erdkruste potenziell so viel sauberen Wasserstoff enthält, dass Generationen von Erdbewohnern ihren Energiehunger damit stillen könnten.

„Wir finden zurzeit immer mehr mögliche Lagerstätten“,

berichtet der Geochemiker Geoffrey Ellis vom US Geological Survey in einem Beitrag des Magazins Live Science. Er hat mit seinem Team die Bedingungen für die Bildung des sogenannten goldenen Wasserstoffs in tiefen Erdschichten erforscht. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Bis zu 6,2 Billionen Tonnen elementarer Wasserstoff sind potenziell in der Erdkruste vorhanden. Mehr als 25 Mal so viel wie die weltweit vermuteten Erdölreserven.

Wo genau diese Vorräte liegen, ist noch weitgehend unklar. „Sicher ist, dass große Vorkommen tief unterhalb des Meeresbodens zu finden sind“, sagt der US-Forscher.

„Die meisten Reservoirs dürften jedoch zu tief oder zu weit vor der Küste liegen, um für den Abbau geeignet zu sein.“

Zudem könnten manche unterirdischen Wasserstoffblasen zu klein sein, um wirtschaftlich sinnvoll erschlossen zu werden. Doch bereits zwei Prozent des auf der Erde natürlich vorkommenden Wasserstoffs würden die heute genutzten fossilen Energieträger rund 200 Jahre lang ersetzen können, hat sein Team ausgerechnet.

Lesen Sie den gesamten Beitrag frei verfügbar unter „Goldener Wasserstoff: Die verborgene Energiequelle“ – neue energie“