veröffentlicht am 27.02.2026 11:48
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Fachartikel
Wissenschaft & Forschung, Technologien, Innovative Produkte

Strom aus Rost und Solarkraftwerke im All: Wie zukünftige Energiegewinnung aussehen könnte

Weltweit entwickeln Forschungsteams neue Verfahren zur Energiegewinnung. Strom aus Rost, Wärme aus der Tiefe und Solarkraftwerke im All sind einige Ideen. Getrieben wird diese Entwicklung nicht nur von den Klimazielen, sondern auch von geopolitischen Realitäten, berichtet Bernd Skischally.
Solaris: Im Weltraum gewonnene Solarenergie will die ESA drahtlos zur Erde übertragen.
© Airbus

Die Energiewende gilt als das zentrale Menschheitsprojekt des 21. Jahrhunderts – und sie steht an einem Wendepunkt. Solar- und Windkraft sind integrale Bestandteile der Stromversorgung, doch sie allein werden nicht genügen, um in den kommenden Jahrzehnten den weltweiten Energiehunger klimaneutral zu stillen. In den Laboren von Forschungsinstituten, Konzernen und Startups ebenso wie bei den führenden Weltraumorganisationen arbeitet eine neue Generation von Ingenieurinnen, Physikern und Materialforschern an der nächsten Welle fossilfreier Technologien. Sie entwickeln Methoden, die noch vor Kurzem wie Science-Fiction geklungen hätten:

  • Solarenergie, die aus dem Orbit per Mikrowelle zur Erde gestrahlt wird

  • Windkraftwerke, die in den Höhenströmen der Atmosphäre schweben

  • Beton, der Strom speichert

  • Geothermie, die Energie aus der Tiefe holt und Treibhausgase bindet

Getrieben wird diese Entwicklung nicht nur von den Klimazielen, sondern auch von geopolitischen Realitäten – im Fokus dabei vor allem Europas Abhängigkeit von Energieimporten, der Druck wachsender Schwellenländer sowie der Wettlauf um grüne Industrien. Politisch kippt der Diskurs dabei von der bloßen Dekarbonisierung hin zu Themen wie Energieautonomie und Rohstoffsouveränität. Über allem steht die Frage: Wie lässt sich Energie künftig überall, jederzeit und ohne fossile Grundlage erzeugen und speichern? Welche Ideen derzeit an der Schwelle vom Labor zur Anwendung stehen und welche Verfahren womöglich das Rückgrat der kommenden Energiewende bilden, zeigt der folgende Überblick über den Stand der Forschung und Entwicklung.

Weltraumgestützte Solarkraft: teuer aber effektiv

Verschriftlicht hat den Traum von orbitaler Solarkraft erstmals der US-Autor Isaac Asimov im Jahr 1941 – in seiner Science-Fiction-Kurzgeschichte „Reason“. Darin versorgt eine Raumstation die Erde über Mikrowellen mit Sonnenenergie. Seit Anfang der 2000er Jahre arbeiten die führenden Raumfahrtnationen, allen voran die USA, China und Japan, tatsächlich an konkreten Forschungen zu weltraumgestützter Solarkraft.

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