Negative Preise, neue Risiken: Der PPA-Markt im Wandel

Die Energiewende soll nicht unnötig Geld kosten. Daher sind Unternehmen offen für Power Purchase Agreements. Bei PPAs kommt der Strom direkt und verlässlich von Wind- oder Solarparks oder beides gemischt zu einem ebenso verlässlichen und damit planbaren Preis. Wie viel Strom wann zu welchem Preis geliefert wird, ist in den meist langfristigen Stromabnahmeverträgen zwischen Erzeuger und Abnehmer festgelegt. Dieser Direktvertrieb gilt als attraktives Geschäftsmodell, auch für die Betreiber der Solar- und Windparks: Die PPA-Konditionen sind besser als bei der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Und wer keine EEG-Vergütung bekommt, hat gleichwohl sichere Einnahmen. Win-Win also?
Ganz so einfach ist es leider nicht – jedenfalls nicht mehr. Ab 2020 gab es geradezu einenPPA-Boom. Laut einer Analyse der Marktoffensive Erneuerbare Energien wurden innerhalb von vier JahrenPPA-Verträge über eine Leistung von 66 Gigawatt abgeschlossen. „Die hohen Strompreise machten Power Purchase Agreements attraktiv“, blickt Fritz Halla von der Energieberatung Enervis zurück. Viele Unternehmen setzten auf grünen Strom. Einige aus Überzeugung, andere wollten spätere Strafzahlungen durch einen zu hohen Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen vermeiden. Doch 2025 ist das Interesse an PPAs spürbar gesunken – statt 2500 Megawatt wie im Jahr zuvor wurden nur noch rund 400 Megawatt an Leistung vertraglich festgeschrieben.
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