veröffentlicht am 12.02.2026 06:53
Lesedauer 1 Min.
dpa-Meldungen

Warum in Niedersachsen schon wieder die Erde bebt

Auf einmal gerät alles in Bewegung: Menschen in Niedersachsen spüren mehrfach im Jahr leichte Erdbeben. Dafür gibt es Gründe.
Im Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis wurde ein zweites leichtes Erdbeben registriert. (Symbolbild)
© Jochen Lübke/dpa

Ein zweites schwaches Erdbeben, diesmal mit der Magnitude 2,6, hat das Gebiet im Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis erschüttert. Das Beben sei am Mittwochabend um 20.37 Uhr registriert worden - rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede, teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mit. Schon am Mittwochmorgen um 4.57 Uhr war ein Erdbeben der Magnitude 2,1 an fast derselben Stelle registriert worden.

Eine räumliche und zeitliche Nähe solcher seismischen Ereignisse sei immer wieder zu beobachten, teilte das Landesamt mit. Das Epizentrum lag demnach im Gebiet zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor. Den Angaben zufolge führt die Förderung von Erdgas zu Spannungen im tiefen Untergrund. Werden diese impulsartig abgebaut, kann es laut Landesamt zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen. 

Menschen spüren Erdbeben ab einer Magnitude von etwa 1,9

Im Gebiet der niedersächsischen Erdgasförderung können Menschen den Angaben nach solche Ereignisse erfahrungsgemäß ab einer Magnitude von etwa 1,9 spüren. Die Magnitude ist die Messgröße für die Stärke eines Erdbebens.

Bis zum späten Abend gab es rund 20 Meldungen von Anwohnern über wahrgenommene Erschütterungen, wie die Behörde mitteilte. Die genaue Ursache des Bebens wird derzeit analysiert. 

Im Schnitt fünf Erdbeben pro Jahr

In den vergangenen drei Jahren registrierte der Erdbebendienst nach Behördenangaben im Schnitt etwa fünf seismische Ereignisse pro Jahr. Rund ein Drittel davon lag demnach oberhalb der Wahrnehmungsschwelle von 1,9.

© dpa-infocom, dpa:260212-930-675795/1