SKW Piesteritz investiert 100 Millionen in Ammoniakanlage

Nachdem Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) eine weitere Millioneninvestition bei SKW Piesteritz öffentlich gemacht hat, bestätigt das Unternehmen nun die Pläne. Rund 100 Millionen Euro sollen in die Modernisierung einer der beiden Ammoniakanlagen fließen, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte.
Anlage soll weniger Gas verbrauchen
Durch die als «Revamp» bezeichnete Modernisierung soll die Anlage effizienter werden. Dadurch sollen der Gasverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß sinken. Der für das Vorhaben gestellte Fördermittelantrag sei am Mittwoch genehmigt worden. Wie hoch die Förderung ausfällt und wann die Modernisierung abgeschlossen sein soll, blieb zunächst offen. Schulze hatte die Investition in der MDR-Wahlarena angekündigt.
Insgesamt 220 Millionen Euro angekündigt
Am Standort Piesteritz summieren sich die angekündigten Investitionen damit auf 220 Millionen Euro. Davon entfallen insgesamt 150 Millionen Euro auf SKW: 50 Millionen Euro aus einem bereits früher angekündigten Investitionspaket und die nun bestätigten weiteren 100 Millionen Euro. Weitere 70 Millionen Euro gehen an die Großbäckerei Lieken. SKW und Lieken gehören zum tschechischen Agrofert-Konzern, der unter anderem in der Chemie, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion tätig ist.
SKW Piesteritz gehört zu den größten Ammoniak- und Harnstoffproduzenten Deutschlands und beschäftigt rund 980 Menschen. Wegen der hohen Energiepreise steht das Unternehmen seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck.