veröffentlicht am 24.04.2026 17:56
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Öl-Ausfall für Schwedt? Bau befürchtet Bitumen-Engpass

Die Bauindustrie in Ostdeutschland warnt vor Engpässen bei Bitumen. Grund ist ein drohender Lieferstopp von Öl aus Kasachstan für die Raffinerie in Schwedt.
Seit Jahren ein Sorgenkind: Die Raffinerie PCK hat seit dem Importstopp für russisches Öl als Folge des Ukraine-Kriegs mit Unsicherheiten zu kämpfen. (Archivbild)
© Patrick Pleul/dpa

Wegen eines ab Mai drohenden Lieferstopps von Öl aus Kasachstan an die Raffinerie PCK in Schwedt befürchtet die Bauindustrie in Ostdeutschland Engpässe bei Bitumen. Das Bindemittel für Asphalt im Straßenbau wird aus Rohöl gewonnen. 

«Nach Einschätzung unserer Mitgliedsunternehmen wird es mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest kurzfristig zu Versorgungsengpässen bei Bitumen in unserer Region kommen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, Robert Momberg. Jede Störung bei der Raffinerie in Schwedt wirke sich unmittelbar auf den Markt aus. 

Die Unternehmen in der Bauindustrie klagen ohnehin über einen gestiegenen Preisdruck auch als Folge des Iran-Krieges und der angespannten Situation rund um die Straße von Hormus. Der Bitumenpreis stieg laut Verband von Februar auf März um 36,4 Prozent.

Russland wird ab dem 1. Mai nach Regierungsangaben kein Öl aus Kasachstan mehr durch seine Pipeline Druschba («Freundschaft») nach Deutschland und zur Raffinerie in den Nordosten Brandenburgs leiten. Mehrheitseigner Rosneft Deutschland und der Bund suchen nach Lösungen, damit die Auslastung der Anlagen und die Treibstoff-Produktion gesichert werden kann. 

2025 hatte die PCK nach eigenen Angaben 10 Millionen Tonnen Rohöl am Standort Schwedt verarbeitet. Daraus entsteht neben Treibstoffen auch Bitumen. Rund 20 Prozent des verarbeiteten Öls kommt aus Kasachstan.

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