veröffentlicht am 13.07.2026 15:46
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Ministerin hält Potsdam für Vorbild bei der Tiefengeothermie

Potsdam bohrt tief: Ein weiteres Geothermie-Projekt soll Brandenburg noch nachhaltiger in der Energiewende machen. Wie gut die Nutzung von Erdwärme gelingt, ist aber noch ungewiss.
So sieht das Gelände zum Bohrstart in Potsdam aus.
© Soeren Stache/dpa

In die Tiefe bohren, um Erdwärme zu nutzen: In Potsdam ist ein zweites Projekt für Tiefengeothermie gestartet worden. Der Energieerzeuger Energie und Wasser Potsdam (EWP) beginnt am Heizkraftwerk Potsdam Süd mit Bohrungen - mit dabei war Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU). «Solche Projekte wie dieses hier können Vorbild sein für die anderen Orte in Brandenburg», sagte sie zum Bohrstart.

Leider sei die Umsetzung von Tiefengeothermie-Projekten keine leichte Aufgabe, so Klement. «Man weiß ja eigentlich nie so ganz genau, worauf man stößt.» Die Kosten seien oftmals hoch. Doch wenn es gelänge, die Erdwärme zu verwenden, sei der Nutzen umso größer.

Klement: Potsdam hat Vorreiterrolle in Brandenburg

«Ich glaube, dass dieses zweite Projekt tatsächlich weitere wertvolle Erkenntnisse bringen wird, die Wärmeversorgung in Brandenburg, aber natürlich in Potsdam im Speziellen vorantreibt und Potsdam damit noch mehr als bisher eine Vorreiterrolle bei uns im ganzen Land Brandenburg einnimmt», erläuterte Klement. Letztlich gehe es um die Frage, ob Strom, Wärme und Energie für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Unternehmen verfügbar, bezahlbar und sicher seien.

Der Energieerzeuger EWP betreibt schon eine erste Tiefengeothermie-Anlage in Potsdam und will die Erdwärmenutzung nun auf den Süden der Stadt ausweiten. In der Nähe des Heizkraftwerks Süd sollen auch eine Flusswasserwärmepumpe und Blockheizkraftwerke entstehen. 

Die Arbeiten sollen im 24-Stunden-Betrieb laufen und sind zunächst bis Ende 2026 geplant.: «Die erste von mehreren Bohrphasen liefert zugleich wichtige Erkenntnisse zur geologischen Schichtenfolge sowie zum Erdwärme- und Solepotenzial.» 

Deutschlandweit sind nach Angaben des Bundesverbands Geothermie 45 Geothermieanlagen mit einer Bohrtiefe von mehr als 400 Metern in Betrieb.

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