LNG-Terminal auf Rügen liefert erstmals Gas in die Ukraine

Die Ukraine wird erstmals über das LNG-Terminal auf Rügen mit Gas versorgt, das zuvor als Flüssigerdgas (LNG) mit Tankern angeliefert wurde. Im Hafen von Mukran wird das aus den USA stammende LNG regasifiziert und anschließend über eine Pipeline durch Polen in die Ukraine gebracht, wie der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Die erste Lieferung von regasifiziertem Gas von Deutschland in die Ukraine sei durch eine professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Partner möglich geworden, sagte Ingo Wagner, geschäftsführender Gesellschafter des Terminalbetreibers Deutsche Regas. «Besonders stolz sind wir darauf, dass wir als einziges privat finanziertes und betriebenes Terminal einen direkten Beitrag zur Energiesicherheit in der Ukraine leisten.»
Langfristige Partnerschaft
Naftogaz-Chef Sergii Koretskyi unterstrich die Bedeutung der Gaslieferung. «Dieser Winter ist der schwierigste seit Kriegsbeginn aufgrund des konstanten Beschusses auf die Gasinfrastruktur und des extrem kalten Wetters.» Die neue Partnerschaft öffne für das laufende Jahr eine neue verlässliche Importroute für die Ukraine. Die Vereinbarung sei der erste Schritt für eine langfristige Partnerschaft, betonte Koretskyi.
Das Energie-Terminal «Deutsche Ostsee» regasifizierte laut Regas von November bis Januar mit 12,9 Terrawattstunden (TWh) die größte Gasmenge aller schwimmenden LNG-Terminals in Europa. Mit 4,4 TWh sei über das Terminal auf Rügen im Januar zudem erneut die größte Gasmenge aller deutschen LNG-Terminals in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist worden.