veröffentlicht am 09.09.2026 15:55
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Brandenburgs Energieministerin befürchtet keinen Gasmangel

Die Gasspeicher sind geringer gefüllt als in den vergangenen Jahren. Warum zeigt sich Brandenburgs Energieministerin Klement nicht besorgt?
Der Gasspeicher in Rüdersdorf in Brandenburg ist geringer gefüllt als in den vergangenen Jahren, aber stärker als im Bundesdurchschnitt. (Archivbild)
© Patrick Pleul/dpa

Trotz niedrigerer Füllstände der Speicher droht in Brandenburg nach Ansicht der Landesregierung keine Gefahr für den Winter. «Wir laufen nach aktueller Einschätzung nicht auf eine Gasmangellage zu und auch nicht auf eine Gefährdung der Stromversorgung», sagte Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Dies gelte für Brandenburg wie für ganz Deutschland. «Das heißt natürlich nicht, dass wir die Risiken uns nicht anschauen.» 

Der Erdgasspeicher in Rüdersdorf im Landkreis Märkisch-Oderland war zum 2. September nach Angaben der Ministerin zu 84,8 Prozent gefüllt. Bundesweit habe der Füllstand am selben Tag nur bei 53,6 Prozent gelegen. Das heiße aber nicht, dass die Versorgungssicherheit gefährdet sei, weil sich die Rahmenbedingungen verändert hätten. 

Klement: Mehr Quellen und geringerer Verbrauch 

«Wir haben uns da jetzt mittlerweile deutlich diverser aufgestellt», sagte Klement. Infolge des Ukraine-Krieges reduzierte Russland im Jahr 2022 die Gasmengen und stellte die Lieferungen dann ein. Inzwischen werde Flüssiggas eingeführt, es existierten zusätzliche Lieferquellen und Transportwege und der Gasverbrauch sei seitdem gesunken, sagte die Ministerin. 

Nach ihrer Einschätzung ist aber eine Krisenvorsorge notwendig. Brandenburg müsse «auf die entsprechende Lage immer vorbereitet» sein und sicherstellen, «dass wir nicht in eine Mangellage reinlaufen». 

Händler kaufen weniger Gas für Winter 

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nach Angaben des Gasspeicher-Verbands Ines zu 55 Prozent gefüllt. Wegen des Iran-Kriegs mit der faktischen Blockade der Straße von Hormus sind die Gaspreise diesen Sommer ungewöhnlich hoch, weshalb Händler weniger Gas für den Verkauf im Winter einkaufen. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet im kommenden Winter bisher dennoch nicht mit einer Gasmangellage. 

Ministerin: Kein Engpass an Tankstellen 

Die Versorgung mit Benzin, Diesel und Kerosin steuert nach Angaben der Energieministerin ebenfalls nicht auf einen Engpass zu. «Es steht auch nicht zu befürchten, dass an Tankstellen rationiert wird oder die Kraftstoffversorgung eingeschränkt wird, gleiches gilt für das Kerosin», sagte Klement. «Es ist eine Preisproblematik, um die wir uns als Politik sicherlich kümmern müssen.» Das sei aber insbesondere eine Sache der Bundesebene.

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