veröffentlicht am 13.03.2025 03:30
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Auftakt mit Regierungschef beim «Runden Tisch Kernfusion»

Startschuss bei einem Erfahrungsaustausch: Neben einem AKW im Abriss loten Experten die Chancen der Kernfusion aus. Noch gilt sie als ferne Zukunftsmusik. Was sind Hessens Ziele?
Kernfusion zur Energiegewinnung nutzen? Weltweit laufen Versuche hierzu. (Archivbild)
© Sven Hoppe/dpa

Unter dem Motto «Auftakt für Kernfusion made in Hessen» trifft sich am Donnerstag (11.00 Uhr) in Biblis erstmals ein Runder Tisch mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Ziel ist es laut Staatskanzlei, «wirtschaftliche Vorteile und Investitionspotenziale am Standort Biblis zu erschließen und Hessen zu einem führenden Standort für Laserfusionstechnologie auszubauen». Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) leitet den Erfahrungsaustausch hinter verschlossenen Türen neben dem stillgelegten südhessischen AKW Biblis, das abgerissen wird. Weitere Runden sollen folgen. 

Künftig weltweit erster Fusionsreaktor in Deutschland?

Rhein hat im Februar eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung als einen der Schwerpunkte der Landesregierung bezeichnet. Dafür seien auch neue Wegen bei der Kernfusion nötig. Im Sondierungspapier für die angestrebte schwarz-rote Bundesregierung heißt es ebenfalls: «Wir wollen die Fusionsforschung stärker fördern. Unser Ziel ist: Der erste Fusionsreaktor der Welt soll in Deutschland stehen.» Schon im Koalitionsvertrag der gleichfalls schwarz-roten Landesregierung in Wiesbaden findet sich der Satz, Hessen solle «Leitstandort für innovative Energieforschung werden» - auch bei der laserbasierten Kernfusion. 

Bei dieser Spitzentechnik werden kleine Atomkerne, anders als in Reaktoren von herkömmlichen Atomkraftwerken, bei extremen Temperaturen verschmolzen statt gespalten - also fusioniert. Weltweit wird daran geforscht, wie die Kernfusion zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Die Projekte gelten als sehr langfristig.

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